Highland Cattle auf dem Melchhof

Das Hochlandrind aus Schottland hat immer eine besondere Ausstrahlung. Mit seinen dekorativen Hörnern, die bis zu 1,50 m Spannweite erreichen können, und seinem außergewöhnlich langen, zotteligen Haar zieht es jeden Betrachter in seinen Bann.

Mollaig und ihr KalbDas Erscheinungsbild war jedoch für uns nicht ausschlaggebend, diese Rasse auf dem Melchhof zu halten. Vielmehr sind es ihre besonderen Stärken als Robustrind, die eine ganzjährige Freilandhaltung ermöglichen. Viele Jahrhunderte lang dienten diese Rinder unter den klimatischen und kargen Bedingungen den schottischen Kleinbauern als Lieferant für Milch und Fleisch. Die extremen Lebensbedingungen im schottischen Hochland und auf den Hebriden formten dieses Tier.

Regen und Wind können durch den Naturpelz nicht durchdringen, selbst Schnee bleibt auf dem isolierten Haarkleid liegen. Kalbungen können problemlos auch bei minus 10°C und bis ins hohe Kuhalter von 15 bis 20 Jahren erfolgen.
Sie können auf kargen und wenig ergiebigen Weiden grasen, auch da, wo viele andere Fleischrinderrassen die Vegetation verschmähen würden. Gerade diese Eigenschaft gibt unserem Fleisch vom Highland seine besondere Geschmacksnote und Qualität.

Der tägliche KontrollgangHighlands sind eigentlich gutmütig und gelassen. Sie entwickeln bei regelmäßigem Kontakt ein sehr persönliches Verhältnis zu ihrem Besitzer, nicht zuletzt durch kleine Leckerbissen wie Äpfel, Möhren oder Getreideschrot. Das gilt auch für Highland-Bullen, die ruhige und umgängliche Tiere sind. Jedoch sollte man sich den Tieren stets respektvoll nähern.

Da moderne, spezialisierte Leistungsrassen die besonderen Aufgaben der extensiven Mutterkuhhaltung nicht erfüllen können, sind wir überzeugt, dass unsere Highland-Mutterkuhherde mit ihrem natürlichen Kopfschmuck und harmonischem Aussehen ihren Platz auf dem Melchhof gefunden hat.